Ein Promille-Rechner kann eine grobe Vorstellung davon geben, wie sich getrunkener Alkohol, Körpergewicht und Zeit in einer vereinfachten Rechnung zueinander verhalten. Er kann aber weder deinen tatsächlichen Blutalkohol messen noch feststellen, ob du fahrtüchtig bist.

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Was berechnet ein Promille-Rechner?

Promille beschreibt umgangssprachlich die Blutalkoholkonzentration. Ein Rechner nutzt Angaben über die getrunkene Alkoholmenge und bestimmte Körperdaten, um daraus einen geschätzten Wert abzuleiten. Je nach Modell werden außerdem die Zeit seit dem Trinken und eine angenommene Abbaurate berücksichtigt.

Die Rechnung beginnt deshalb nicht beim Wort „Bier“ oder „Wein“, sondern bei Volumen und Alkoholgehalt. Ein 500-ml-Getränk mit 5 % enthält eine andere Alkoholmenge als ein 330-ml-Getränk mit 5 %. Bei Cocktails müssen die einzelnen Spirituosenportionen möglichst vollständig erfasst werden.

  • Getränke, Menge und Alkoholgehalt
  • Anzahl der Portionen und Trinkdauer
  • Körpergewicht und Formeleinstellung
  • Zeit seit dem ersten Getränk
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Warum der berechnete Wert nur eine Schätzung ist

Ein Modell kennt deine tatsächliche Aufnahme und deinen individuellen Stoffwechsel nicht. Die Aufnahme kann durch Trinktempo, Essen, Müdigkeit und viele weitere Faktoren beeinflusst werden. Auch Körperzusammensetzung, Gesundheitszustand, Medikamente und die genaue Größe eines Glases können vom vereinfachten Modell abweichen.

Deshalb kann derselbe rechnerische Wert bei zwei Menschen mit unterschiedlichem Empfinden und unterschiedlicher Beeinträchtigung einhergehen. Selbst wenn die Eingaben genau aussehen, bleibt das Ergebnis eine Orientierung. Eine App-Anzeige oder ein Online-Rechner ist kein Atemalkoholgerät und keine Blutuntersuchung.

Das Gesundheitsportal des Bundes weist ebenfalls darauf hin, dass Menschen sehr unterschiedlich auf Alkohol reagieren und Promillewerte nur als orientierende Angaben dienen. Diese Unsicherheit ist kein Detail am Rand, sondern die wichtigste Eigenschaft des Ergebnisses.

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Promille ist keine Fahrtfreigabe

Verwende einen Promille-Rechner niemals, um zu entscheiden, ob du noch Auto, Fahrrad oder ein anderes Fahrzeug fahren kannst. Auch ein niedriger angezeigter Wert kann deine Aufmerksamkeit, Reaktionsgeschwindigkeit und Risikoeinschätzung beeinträchtigen. Rechtliche Grenzen und individuelle Beeinträchtigung sind außerdem nicht dasselbe.

Die sichere Entscheidung ist einfach: Wenn du getrunken hast, fahre nicht selbst. Organisiere eine nüchterne Person, ein Taxi, den öffentlichen Verkehr oder eine andere sichere Möglichkeit. Warte nicht auf eine App-Anzeige, die dir eine Erlaubnis erteilen soll.

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So verwendest du eine Schätzung verantwortungsvoll

Ein Rechner kann für Bildung und Rückblick nützlich sein. Du kannst verschiedene Portionsgrößen vergleichen, nachvollziehen, warum ein starkes Getränk anders zählt als ein kleines, und deine Einträge in einem Trinktagebuch kontrollieren. Verwende möglichst die Menge und den Alkoholgehalt vom Etikett statt einer groben Getränkekategorie.

Runde nicht zu früh und trage Getränke einzeln ein. Wenn du dich deutlich schlechter fühlst als erwartet, wenn jemand nicht ansprechbar ist, Atemprobleme hat oder sich der Zustand schnell verschlechtert, geht es nicht mehr um eine Rechenfrage. In einem Notfall ruf den Rettungsdienst und bleib bei der betroffenen Person.

  • Nur als Bildungs- und Trackinghilfe verwenden
  • Portionen, Alkoholgehalt und Uhrzeiten möglichst genau notieren
  • Nicht mit gesetzlichen Grenzwerten oder einer Fahrtentscheidung verwechseln
  • Bei starken Beschwerden sofort medizinische Hilfe holen
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Was ein Alkohol-Tracker zusätzlich sichtbar macht

Ein einzelner Promillewert beantwortet nur eine kleine Frage. Ein Alkohol-Tracker kann außerdem zeigen, wie häufig du trinkst, wie viele alkoholfreie Tage du hast, welche Getränke sich wiederholen und welche Situationen mit höheren Mengen verbunden sind.

Alcohol Tracker° speichert Getränke auf iPhone und Apple Watch und zeigt neben der Eingabe auch Alkoholmenge, Kosten, Kalorien und einen geschätzten Blutalkoholwert. Die Daten können dir helfen, dein Verhalten zu beobachten. Sie verändern aber nicht die Grenzen eines Schätzmodells und ersetzen keine Beratung.

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Fazit: Der Rechner informiert, er entscheidet nicht

Ein Promille-Rechner ist am sinnvollsten, wenn du ihn als Rechenbeispiel und nicht als Freifahrtschein betrachtest. Volumen, Alkoholgehalt, Körperdaten und Zeit beeinflussen die Schätzung; die tatsächliche Aufnahme und Wirkung bleiben individuell unsicher.

Für die Straße gilt eine klare Grenze: Nach Alkohol wird nicht gefahren. Für dein eigenes Trinkverhalten kann ein Alkohol-Tagebuch dagegen ein ruhiger, nützlicher Startpunkt sein, um Mengen und Muster besser zu verstehen.

Häufige Fragen

Wie genau ist ein Promille-Rechner?

Ein Promille-Rechner liefert nur einen ungefähren Wert. Trinktempo, Essen, Körperzusammensetzung, Medikamente, Gesundheitszustand und individueller Stoffwechsel können das tatsächliche Ergebnis verändern. Der Rechner ist keine Messung.

Kann ich mit dem Ergebnis entscheiden, ob ich fahren darf?

Nein. Nutze das Ergebnis niemals für eine Fahrentscheidung. Wenn du Alkohol getrunken hast, wähle eine sichere Alternative und fahre nicht selbst. Eine App kann keine Fahrtüchtigkeit bestätigen.

Welche Angaben brauche ich für die Promille-Schätzung?

Du brauchst möglichst genaue Angaben zu Getränk, Volumen, Alkoholgehalt, Anzahl der Portionen, Körpergewicht und Zeit. Mehr Details machen die Eingabe nachvollziehbarer, aber nicht zu einer medizinischen Messung.

Was mache ich bei Verdacht auf eine Alkoholvergiftung?

Bei Bewusstseinsstörungen, Atemproblemen, Krampfanfällen oder einer schnellen Verschlechterung solltest du sofort den Rettungsdienst rufen. Bleib bei der betroffenen Person und verlasse dich nicht auf einen Rechnerwert.

Quellen

Die Inhalte wurden mit aktuellen deutschsprachigen Informationen aus Gesundheits- und Suchtfachstellen abgeglichen:

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Den Überblick behalten

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